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Die Quinoa Pflanze: Anbau, Pflege und Ernte

Quinoa Pflanze

Die meisten von uns kennen Quinoa als exotische Pflanze aus fernen Ländern, insbesondere aus Südamerika. Und richtig: Hier kommt Quinoa her und wurde bereits vor mehr als 6.000 Jahren von den Inkas angebaut und verwendet. Was viele nicht wissen: Das Quinoa Korn gedeiht durchaus auch in Mitteleuropa, also auch in Deutschland. Zumindest in den Sommermonaten kann man Quinoa selbst anbauen und ernten. Wäre es nicht toll, wenn Sie Ihre eigene Getreidepflanze im Garten hätten und jederzeit auf dieses hochwertige Nahrungsmittel zugreifen können?

Woher kommt die Quinoa Pflanze?

In ihren Herkunftsländern in Südamerika, zum Beispiel in Äquator, Chile oder Bolivien, trägt die Quinoa Pflanze viele verschiedene Namen. Sie wird auch als Inkareis, Inkakorn, Reisspinat oder Andenhirse bezeichnet. Zusammen mit Amaranth ist Quinoa in verschiedenen Ländern Südamerikas seit mehreren tausend Jahren eines der Hauptnahrungsmittel. Ihr größter Vorteil ist, dass die Pflanze problemlos auf den Hochebenen der Anden in Höhen von mehr als 4.000 Metern angebaut werden kann. Das raue Klima und die kargen Böden können ihr nichts anhaben, die Ernte fällt im Vergleich zu vielen anderen Pflanzen geradezu üppig aus.

Nachdem die Quinoa Pflanze über viele Jahrhunderte aufgrund politischer Strategien zur Schwächung der Völker in den betreffenden Ländern von den Eroberern verboten war, fand sie erst im 20. und 21. Jahrhundert wieder zurück in die Ernährung der Bevölkerung. Innerhalb der letzten Jahre trat die Quinoa Pflanze ihren Siegeszug auch in Europa an, insbesondere seitdem man sich auch hierzulande wieder auf die alten, ursprünglichen und sehr gesunden Nahrungsmittelpflanzen besinnt.

Der Anbau der Quinoa Pflanzen

Während Quinoa traditionell in diversen südamerikanischen Ländern angebaut wird, haben inzwischen auch einige Menschen in Deutschland erkannt, dass das Getreide ideal zum Anbau im eigenen Garten geeignet ist. Apropos ideal: Als Vorgängerpflanzen für Böden, in denen Quinoa angebaut werden soll, sind Kartoffeln, andere Getreidesorten und Mais sehr gut geeignet. Ungünstig dagegen sind alle Vorfrüchte und Gemüsesorten, die hohe Mengen von Stickstoff im Boden hinterlassen. Ansonsten ist der Quinoa Anbau sehr anspruchslos, die Pflanze wächst auch auf Böden, die von vielen anderen Getreidesorten nicht vertragen werden.

Aussaat der Quinoa Samen

Achten Sie unbedingt darauf, für die Aussaat der Quinoa Pflanze ein hochwertiges Saatgut in biologischer Qualität zu verwenden. Sie erhalten solches Saatgut bei spezialisierten Händlern im Internet mit eigener Bio-Zertifizierung. Die Aussaat erfolgt dann im April, zwischen Mitte und Ende des Monats. Pro Quadratmeter Boden werden etwa 100 - 200 saatfähige Samen ausgesät. Es sollte auf einen Reihenabstand von etwa 30 – 50 cm geachtet werden, damit sich die einzelnen Pflanzen ungehindert entwickelt können.

Das Keimen

Damit die Samen der Quinoa Pflanze optimal keimen können, sollte die Anbaufläche möglichst unkrautfrei sein. Unter Umständen ist mehrmaliges Jäten erforderlich, um sämtliches Unkraut aus den Saatreihen zu entfernen. Das Keimen von Quinoa ist ansonsten unproblematisch, die Pflanze benötigt nur wenig Wasser und auch keine speziellen Düngemittel.

Wachstum und Pflege

Wie bereits erwähnt, benötigt die Quinoa Pflanze grundsätzlich nicht viel, um erfolgreich zu gedeihen. Sie zehrt auch das letzte Bisschen Wasser aus einem kargen Boden, kommt mit kalter, rauer Witterung zurecht und bietet in der Regel einen guten Ertrag. Im heimischen Garten und mit mitteleuropäischer Witterung benötigt der Quinoa Anbau so gut wie keine Pflege. Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 50 bis 150 cm und besitzt einen vielfach verzweigten Stängel. Charakteristisch sind die dicken, rhombischen Blätter mit ihrem gezähnten Rand. Die Blüten sind grün und recht unscheinbar, die Frucht ist rund 2 mm groß und ähnelt einer Nuss.

Ernte der Körner

Die Ernte der Quinoa-Körner erfolgt üblicherweise Ende August bis Ende September, je nach Witterung auch bis Mitte Oktober. Wichtig ist, die Pflanzen möglichst in trockenem Zustand ernten zu können. Die Pflanze wird im industriellen Bereich mit speziellen Mähdreschern geerntet. Sollten Sie Quinoa im Garten anbauen, ernten Sie einfach von Hand. Der Ertrag der Pflanzen kann in Abhängigkeit von der Witterung, des Bodens und der Qualität des Samens sehr stark schwanken. Im Durchschnitt erreicht die Industrie einen Ertrag von etwa 700 – 1200 kg pro Hektar Anbaufläche. Oft weisen die Quinoa Körner bei der Ernte ungleiche Reifegrade auf, sie müssen daher sorgsam von Hand sortiert werden. Nach der Ernte erfolgt das Trocknen. Erst danach kann das Quinoa Korn in der Küche verwendet werden.

Fazit: Eine Pflanze mit vielen gesundheitlichen Vorteilen

Ob traditionell aus den südamerikanischen Ländern oder beim Quinoa Anbau in Deutschland und Europa - Quinoa ist eine Pflanze mit unzähligen gesundheitlichen Vorteilen. Sie wächst auf den kargsten und einfachsten Böden und gibt uns trotzdem so viele Nähr- und Inhaltsstoffe, die für die menschliche Gesundheit unerlässlich sind.

Probieren Sie es doch einfach aus, und setzen Sie einige Quinoa Pflanzen in Ihrem Garten. Sie werden begeistert sein, wie einfach und schnell die Pflanze gedeiht und welch schönes Gefühl es ist, das eigene Getreide im heimischen Garten zu ernten und anschließend als Nahrungsmittel zu verwerten. Sie können Quinoa in ihrer Küche äußerst vielfältig einsetzen, etwa für Süßspeisen, Beilagen, Salate oder auch als Getreidebrei zum Frühstück. Mehr Ideen dazu finden Sie in unserem Rezeptteil.

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